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Curitiba

Allgemeine Informationen

Sehenswürdigkeiten

 

Die Historische Altstadt von Curitiba erreichen Sie durch einen Fussgängertunnel: Die Strassen des Largo da Ordem haben Kopfsteinpflaster - die Restaurierung einiger historischer Gebäude ist besonders gut gelungen. Abends ist es hier angenehm etwas zu trinken und der Musik von Strassenmusikanten zuzuhören. Einige der folgenden Sehenswürdigkeiten liegen in diesem Viertel und viele der anderen nicht weit davon:

Catedral Basílica Menor de Curitiba

Steht an der Stelle, wo Curitiba einst als Siedlung seinen Anfang nahm - heute dem Praça Tiradentes. Zuerst eine winzige Kapelle aus Holz, die 1715 zur Primeira Igreja Matriz erhoben wurde. Die heutige Kirche ist bereits der vierte Tempel an der gleichen Stelle, eingeweiht im Jahr 1893, errichtet in neo-gothischem Baustil, inspiriert an der Catedral da Sé in Barcelona. Die zentrale Heiligenfigur der Nossa Senhora da Luz (Schutzheilige von Paraná) kam aus Portugal und wurde erstmals 1640 aufgestellt. Heute befindet sie sich im Museu Paranaense - die aufgestellte Figur ist die dritte einer Serie. Das Innere der Kirche hat schöne Glasfenster, die von traditionellen curitibanischen Familien gestiftet wurden, schöne Möbel und Kanzel in Imbuia-Holz geschnitzt. 1993 restauriert, befindet sich die Basilika in der Rua Barão do Serro Azul, 31, Innenstadt. 

Igreja de Ordem Terceira de São Francisco das Chagas

Errichtet 1737, ist dies die älteste noch intakte Kirche der Hauptstadt. Ihr ursprünglicher Name war Nossa Senhora do Terço, er wurde vom Orden der Franziskaner im Jahr 1746 geändert. Die Franziskaner bauten ein Kloster an die Kirche (1752), das sie bis 1783 leiteten. Im Jahr 1834/35 stürzte ein Teil der Kirche ein, wurde wieder rekonstruiert, aber die ursprüngliche Perfektion wurde nicht mehr erreicht. Als die ersten polnischen Einwanderer in Curitiba ankamen, diente ihnen diese Kirche als Gemeindezentrum. 1880, mit dem bevorstehenden Besuch des Kaisers Dom Pedro II. in der Hauptstadt, wurde eine definitive Restaurierung des Gotteshauses vorgenommen. Der Kirchturm wurde 1883 fertig und die Glocken gespendet von Unternehmern der Mate-Plantagen. Jetzt übernahm die deutsche Kolonie die Kirche als ihr Gemeinde-Zentrum - bis 1937 wurden die Messen dort in deutscher Sprache zelebriert. Die vielen Reformen haben ihren ursprünglich kolonialen Baustil stark beeinträchtigt - und der eher neo-gothische Turm will nicht so recht zum Rest des Gebäudes passen - aber die Kirche ist, zusammen mit ihren mehr oder weniger geglückten Reformen, eine authentische Remineszens aus den Anfängen der Besiedelung Südbrasiliens.
(Die Kirche befindet sich auf dem Largo da Ordem - im Setor Histórico) 

Igreja de Nossa Senhora do Rosário de São Benedito

Wie in verschiedenen anderen Städten auch, hatten die schwarzen Sklaven ihre eigene Kirche, die auch von ihnen selbst, im Kolonialstil der damaligen Zeit, errichtet worden ist - sie hiess damals Igreja dos Pretos de São Benedito. Mit der gesetzlichen Abschaffung der Sklaverei verlor sie ihren ursprünglichen Sinn, wurde aber, da sie sich auf dem Weg zum Friedhof befand, weiterhin instand gehalten - der Volksmund nannte sie nun "Igreja dos Mortos" (Totenkirche). 1931 war sie so baufällig, dass man sich entschloss, sie abzureissen und eine neue Kirche an ihrer Stelle zu errichten, die 1946 eingeweiht wurde: die Igreja do Rosário ist im Stil des Spätbarock gehalten, ihre Vorderfront mit den Original-Kacheln der antiken Kapelle verkleidet.

Im Eingang befindet sich das Grab des Monsenhor Celso, der während 21 Jahren Vikar der Stadtkirche war und 1931 starb. Sonntags um 8:00 wird in diesem Gotteshaus die "Missa do Turista" (Messe für den Touristen) zelebriert!
(Auf der Praça Garibaldi, im Setor Histórico).

Mesquita Muçulmana de Curitiba

Der etwas kompliziertere Name dieser Moschee ist "Mesquita de Al Imam Ali Ibn Abi Taleb" - sie besitzt nicht ganz so komplexe Details, wie die entsprechenden Moscheen des Orients, wird aber als ein Tempel von grosser Ähnlichkeit mit einer Original-Moschee bezeichnet - besonders ihre Türme. Sie wurde 1977 gebaut, in ihr finden sehr ausdrucksvolle Veranstaltungen statt, die von den fünf Grundsätzen des Islam als Basis des spirituellen Lebens getragen werden: dem Glaubensbekenntnis, dem Gebet, dem Fasten während des Monats Ramadan, Zakat und Pilgerreise nach Mekka. Besuche für Gruppen nach vorheriger Vereinbarung.
(Rua Dr. Kellers, 383 - im Stadtteil São Francisco). 

Museu Paranaense

Das älteste Museum des Bundesstaates Paraná wurde 1876 von dem Historiker Agostinho Ermelino de Leão gegründet und hat seither mehrmals seinen Standort wechseln müssen. Das heutige Gebäude, in neo-klassischem Stil, wurde 1916 errichtet, um die Präfektur aufzunehmen, welche auch bis 1969 dort untergebracht war. Das interessante Museum präsentiert ethnologische und historische Exponate, antike Objekte aller möglichen Genres, numismatische Sammlungen, Fotografien, Kunstwerke und archäologische Funde. Die Sammlung steht unter Denkmalschutz.
(Praça Generoso Marques). 

Museu de Arte Contemporânea

Die Sammlung dieses Kunstmuseums präsentiert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Gravuren u. a. brasilianischer Künstler - besonders solcher aus Paraná.
(Rua Desembargador Westphalen, 16). 

Museu de Arte do Paraná

Der Palácio São Francisco, ein Gebäude aus den 20er Jahren, beherbergt dieses interessante Kunstmuseum, das am 10. März 1987 eingeweiht wurde und in seiner Sammlung eine Reihe bekannter brasilianischer Künstler präsentiert, wie zum Beispiel: Andersen, Guido Viaro, Poty, Bakum, De Bona, Lange de Morretes und viele andere. Neben der permanenten Ausstellung, ist dem Museum eine Bibliothek angeschlossen und ein "Salon des Künstlers", in dem monatlich eine aktuelle Ausstellung paranaensischer Künstler promoviert wird.
(Praça João Cândido, 40 - Rua Dr. Kellers, 289)

Museu de História Natural

Dieses Museum für Naturgeschichte gehört zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt! In Zusammenarbeit mit dem Sekretariat für Umweltschutz führt das Museums-Team verschiedene Studien auf dem Gebiet der Zoologie durch, die sich mit Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Amphibien, Fischen, Insekten, Spinnentieren, Muscheln und Parasiten befassen - jede dieser Tierarten ist ebenfalls in wissenschaftlichen Sammlungen ausgestellt. Darüber hinaus werden Studien von gefährdeten Spezies in allen Teilen des Bundesstaates durchgeführt. Das Museum beansprucht ein Areal von 36.000 m2, inklusive eines externen Ausstellungsgeländes, in dem, innerhalb eines Wäldchens, die Ausstellung "No Caminho das Araucárias" (Auf dem Weg der Araukarien), mit 12 Vitrinen entlang eines angehobenen 400-Meter-Laufsteges, die verschiedenen Inter-Relationen innerhalb eines Araukarien-Waldes demonstriert. Ein Lehrpfad zur Umweltschutz-Erziehung. Die interne Ausstellung stellt das Thema "Brasilianische Ökosysteme" aus dem gleichen Motiv heraus, in der Beispiele des Araukarien-Waldes, des Tropischen Regenwaldes, des Cerrado und des Banhado präsentiert werden, die besonders die aussergewöhnliche Vielfalt  animalischen und vegetativen Lebens in diesen Regionen aufzeigen.
(Rua Benedito Conceição, 407, im Stadtteil Capão da Imbuia)

Palácio Avenida

Eins der ersten grösseren Gebäude der Stadt, wurde von dem libanesischen Emigranten Feres Merhy konstruiert, der 1895 nach Brasilien kam, und sich in Curitiba etablierte. Im Jahr 1927 begann er mit dem Bau des ersten Filmtheaters von Paraná, dem "Avenida", das am 4. April 1929 eingeweiht wurde. Ausser dem Kino beherbergte es noch ein Café, die folkloristische Bar Guairacá und andere Etablissements. Am Standplatz des Avenida befand sich bis dato das "Schlacht-Wurst-Geschäft" des Willy Krause - die Wurstfabrik eines Deutschen von 1894, die zum Studenten-Treff der damaligen Zeit geworden war. 

Das bedeutende architektonische Monument besetzt ein Areal von 17.700 m2 und wurde von einem Architekten-Trio (Valentim Freitas, Bortolo Bergonse, Bernardino d'Assumpção Oliveira) ausgeführt. Nach vier Reformen, die letzte wurde am 4. März 1991 fertig, ist die Fassade vollkommen erhalten worden, während man das Innere in eine supermoderne architektonische Konstruktion verwandelt hat. Es dient einer Bank als Schalterraum und administratives Büro, sowie als Auditorium für 250 Plätze, und hat weiteren Platz, um kulturelle Aktivitäten zu entwickeln - man denkt da zum Beispiel an ein "Weihnachten im Avenida" für bedürftige Kinder und alte Leute. (Travessa Oliveira Belo, 11)

Castelo Lupion

Auf einem Terrain von ungefähr 10.000 m2 errichtete der Mate- und spätere Kaffee-Plantagenbesitzer Luiz Guimarães sich ein persönliches Schloss - nachdem er sich auf seinen Reisen durch Frankreich in die Schlösser der Loire verguckt hatte. Er beauftragte den Ingenieur Dr. Carvalho Chaves mit dem Bau eines solchen Schlosses, und der reiste extra nach Frankreich, um sich vor Ort die entsprechende Inspiration zu holen. 1928 war sein Nach-Schöpfung fertig - 20 Jahre später kam sie in den Besitz der Familie Lupion, die noch einige Ergänzungen vornahm. Im Lauf der Zeit haben verschiedene Künstler an der Dekoration des Interieurs gearbeitet - an Wand- und Deckenmalereien sowie der Gestaltung von Glasfenstern. Persönlichkeiten aus Brasilien und dem Ausland haben hier schon genächtigt - 1974 wurde das Schlösschen unter Denkmalschutz gestellt. Hier funktioniert heute das Fernseh-Studio des Kanals 12 von Paraná.
(Avenida Batel, 1.323)

Teatro Guaíra

Ein Gebäude, das auf den Trümmern des antiken Teatro São Teodoro von 1884 errichtet worden ist - 1953 wurde seine Neukonstruktion eingeweiht. 1970 wurde das Theater von einem Brand heimgesucht - sein Dach zerstört und 90% aller seiner bemalten Glasfenster, darüber hinaus wurde die Beton-Struktur des grossen Auditoriums und der Hauptbühne ernstlich kompromittiert. Seine erneute Restauration nahm vier Jahre in Anspruch, sodass man es erst 1974 erneut einweihen konnte, mit dem Stück "Paraná, Terra de todas as Gentes" (Paraná, die Erde aller Menschen). Der Bau besitzt drei Theater-Säle: "O Grande Auditório" (Hauptsaal) mit einer Kapazität für 1.200 Zuschauer, den Guairinha - mit einer Kapazität für 504 Zuschauer und das Mini-Auditório für 113 Zuschauer. Der Architekt ist Rubens Meister. Das Grosse Auditorium ist eines der grössten und modernsten Südamerikas - mit sechs Bühnenaufzügen, anhebbarer Orchester-Bühne, und technischen Einrichtungen, die das Wechseln der Szenen-Bilder in wenigen Sekunden vollziehen. Das Theater unterhält in seinen verschiedenen Sektoren u.a. einen Kurs für szenische Kunst auf höchstem Niveau, klassische Tanzkurse, ein Amateur-Theater, eine Bibliothek, die Produktioszentrale und die der Kommunikation, sowie ein Theater- Museum. Darüber hinaus ist hier das bekannte Ballet Guaíra zuhause.
(Rua XV de Novembro).

Anmerkung
Soweit einige der bemerkenswerten Gebäude dieser interessanten Stadt - es folgen ein paar Tipps für Spaziergänge und Aktivitäten im Grünen: 

Passeio Público

Mitten in der Stadt ein Stück geschützte Natur, in der sich die Bürger vom Stress erholen können - auf einem Areal von zirka 70.000 m2, mit 35 verschiedenen Sehenswürdigkeiten! Die Anlage wurde am 2. Mai 1886 eingeweiht - sein Hauptportal, an der Kreuzung der Rua Presidente Faria mit der Avenida João Gualberto, ist eine originalgetreue Kopie eines Friedhofsportals in Paris. Der Park besitzt drei Seen mit je einer Insel in der Mitte, ein Aquarium, eine schwimmende Bühne, einen Kinderspielplatz, das traditionelle Restaurant "Pasquale", mit typischem Menu und einen kleinen Zoo - der erste Tiergarten von Curitiba - mit kleineren Tieren.
(Rua Luiz Leão, im Zentrum). 

Jardim Botânico Fanchette Rischbieter

Der Botanische Garten von Curitiba besitzt ein Territorium von 245.000 m2 und wurde am 5. Oktober 1991 eingeweiht. Paradestück ist ein Gewächshaus, das von den englischen Kristallpalästen des vergangenen Jahrhunderts inspiriert, besonders empfindliche Pflanzen aus allen Teilen Brasiliens permanent ausstellt. Die Französischen Gärten sind besonders sehenswert,  und viele Pfade, quer durch den Wald, erlauben schöne Spaziergänge und informieren über Bäume und Sträucher an denen man vorbeikommt. Das Projekt ist vom Architekten Abrão Assad. Angeschlossen ist ein botanisches Museum, mit spezialisierter Bibliothek, einem wissenschaftlichen Zentrum, einem Auditorium und einem Saal für Ausstellungen.
(Rua Ostoja Roguski, im Stadtteil Jardim Botânico). 

Bosque João Paulo II
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Eingeweiht am 8. Dezember 1980,  ein Areal von 50.000 m2, das nach dem Papstbesuch in Curitiba als Denkmal der polnischen Einwanderung in Paraná eingerichtet wurde: es handelt sich hierbei um das Gelände einer alten Kerzenfabrik, die stillgelegt, zusammen mit den antiken Wohnbaracken der Arbeiterfamilien von 1883, für dieses Projekt zur Verfügung gestellt wurden. In der alten Kapelle, die jetzt Capela João Paulo II. heisst, befindet sich eine Figur der Nossa Senhora de Czestochowa, der Schutzheiligen von Polen. Der Geräteschuppen, eine Konstruktion aus dem Jahr 1876, dem Jahr der polnischen Einwanderung, sowie die anderen Holzhäuser unterschiedlicher Baudaten, sind von den ehemaligen Bewohnern mit den verschiedensten Utensilien, wie Möbeln, Hausgeräten und landwirtschaftlichen Werkzeugen, für diesen Ausstellungszweck belassen worden. Die historische Siedlung polnischer Emigranten liegt inmitten eines kleinen Pinien-Wäldchens und ist täglich für Besucher geöffnet.
(Rua Mateus Leme - Centro Cívico)

Bosque João Carlos Hartley Gutierrez

Das Amazonien gewidmete Erholungsgebiet hat eine Gesamtfläche von 36.000 m2, davon nimmt der Wald 18.000 m2 ein und ein Platz in der Mitte 6.590 m2. Hier steht ein Denkmal des Naturschützers Chico Mendes aus Amazonien, ermordet im Dezember 1988. In Gedenken seines Kampfes für die Erhaltung des Regenwaldes, hat man seinen Brief an den Richter in Xapuri/Acre (in dem er die Todesdrohung seiner Widersacher denunziert) in Stein graviert - er ist permanent vom Mineralwasser-Vorhang einer Quelle umgeben, die in dem Wäldchen entspringt, und derer sich auch die Besucher, mittels verschiedener Wasserhähne, bedienen können, um ihren Durst zu löschen. Die Anlage besitzt weiterhin zwei Seen, Beobachtungs-Pfade, das "Haus des Gummi-Sammlers", die "Amazonas-Schule" und das "Institut für Amazonensische Studien", das sich für die Unterstützung der Menschen und der Umwelt Amazoniens einsetzt. Die Anlage wurde am 22. März 1989 eingeweiht.
(Rua Jacarezinho - zwischen den Stadtteilen Vista Alegre und Mercês).

Bosque de Portugal

Der den Portugiesen gewidmete Park hat eine Grünfläche von 20.850 m2 im Tal des Flüsschens Tarumã. Das Wäldchen ist bestückt mit Elementen der luso-brasilianischen Architektur - sieben Säulen stehen symbolisch für die sieben Länder der portugiesischen Sprache, deren Namen in sie eingraviert sind: Portugal, Mozambique, Sankt Thomas, Brasilien, Cap Verde, Angola und Guinea Bissau. Eine Laufpiste verbindet mit der "Alameda dos Cantares Portugueses", einem mit Kies bestreuten Fussweg, der das Wäldchen entlang des Flüsschens durchquert, in dessen Verlauf der Wanderer an 22 Monumenten mit handgemalten Kacheln vorbeikommt, auf denen poetische Verse aus der portugiesischen Literatur zu lesen sind. Eingeweiht im März 1994, unter der Anwesenheit des portugiesischen Präsidenten Mário Soares.
(Rua Osório Duque Estrada, Ecke Rua Fagundes Varela, im Stadtteil Jardim Social). 

Bosque Alemão

bosque_alemãoDer den deutschen Emigranten gewidmete Park hat eine Fläche von 38.000 m2, zum grössten Teil mit nativen Original-Waldbeständen. Am Eingang des oberen Teils des Parks befindet sich eine kleine Holzkirche, "Oratório Bach" genannt, in der ab und zu Konzerte für bis zu 100 Personen gegeben werden. An ihrer Seite führt ein Brückchen über einen Teich zu einem Aussichtsturm von 15 m Höhe. Ein anderer Weg führt zum "Casa dos Contos", einem dem Grimm-Märchen von "Hänsel und Gretel" nachempfunden Hexenhäuschen, in dem sich eine Kinder-Bücherei befindet. Wenn man einen anderen Teich überquert, gelangt man zu einer Freilichtbühne, die, Blumen bekränzt, ein Bühnenbild aus dem "Faust" an der Rückwand präsentiert. Zwölf Wandbilder aus handbemalten Kacheln erzählen die weltbekannte Geschichte von Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm.
(Im Stadtteil Jardim Schaffer, zwischen den Strassen Rua Franz Schubert, Nicollo Paganini und Francisco Schaffer). 

Parque da Barreirinha

Ist einer der schönsten Parks der Hauptstadt. Er hat eine Fläche von 275.380 m2, mit Schnellimbiss, Grillplätzen, Parkplatz, drei von Quellen geformten Seen, ein Wäldchen mit mehr als 200.000 m2 typischer Vegetation, einer Bibliothek für Kinder, Spielplätze, einer rustikalen Hütte, Toiletten und einen Garten der Präfektur. Sein bevorzugter Zugang liegt an der Avenida Garibaldi. Dem angeschlossenen Garten der Präfektur kommt eine edukative und wissenschaftliche Funktion zu: auf einer Fläche von 125.380 m2 werden jährlich zirka 100.000 Pflanzenarten produziert, die dann auf städtischen Grünflächen ausgesetzt werden.
(Im Stadtteil Barreirinha). 

Parque Municipal do Passaúna

Ein Park am Ufer des Stausees gleichen Namens, der ein Drittel des in der Hauptstadt konsumierten Wassers liefert - er wurde am 10. März 1991 eröffnet, auf einer Fläche von 6.500.000 m2. Hier gibt es einen ökologischen Wanderpfad entlang des Seeufers, zirka 3,5 km, mit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, Boots-Anlegestellen, Hütten, Angelplätze, Kinderspielplätze, Schnellimbiss und ein Aussichtsturm von 46 m Höhe und 27 m Länge. Innerhalb des Parks, in einer umgebauten alten Ziegelei, befindet sich eine Biologische Station, mit einem Zentrum für Naturschutz-Erziehung - einem Museum und ein keramisches Atelier.
(Im Stadtteil Bairro Augusta - 12 km ausserhalb des Stadtzentrums).
 
Anmerkung
Es gibt in Curitiba tatsächlich noch wesentlich mehr Grünflächen, Anlagen und Parks - wir haben lediglich die interessantesten herausgesucht. Es folgen ein paar interessante öffentliche Plätze: 

Praça Tiradentes

Der nach dem Freiheitshelden aus Minas Gerais benannte Platz im historischen Stadtzentrum war um die Jahrhundertwende als "Largo da Matriz" bekannt, weil er sich vor der kleinen Kapelle erstreckte, um die herum sich die erste Siedlung Vila Nossa Senhora da Luz dos Pinhais entwickelte. An derselben Stelle der kleinen Kapelle steht heute die Catedral Metropolitana. Hier stehen eine ganze Anzahl Denkmäler berühmter brasilianischer Persönlichkeiten. Mittelpunkt ist der Marco Zero (Punkt Null) von dem aus sämtliche Entfernungen um Curitiba gemessen werden. Der älteste Platz der Stadt.
(Im Setor Histórico). 

Praça João Cândido

Ebenfalls im historischen Stadtzentrum gelegen - zwischen den Strassen Rua Jaime Reis, Dr. Kellers und Ermelino de Leão - bewahrt der Platz noch Reste aus den Anfängen der Stadt, wie zum Beispiel die Mauern einer unvollendeten Kirche zu Ehren des São Francisco de Paula, angefangen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Hier befindet sich auch das Museu de Arte do Paraná, und andere interessante Gebäude. 

Praça Santos Andrade

Man nennt ihn auch Praça da Cultura - den Platz der Kultur, weil er u. a. umgeben ist von den Gebäuden der Universidade Federal und dem Teatro Guaíra. Viele Denkmäler berühmter Persönlichkeiten - in Referenz an die paranaensische Kultur stehen sie alle mit dem Gesicht zum Uni-Gebäude. Viele Pinien - die älteste stammt aus dem Jahr 1922. In der Mitte ein Springbrunnen - für viele der schönste der Stadt.
(Innenstadt). 

Praça 19 de Dezembro

Liegt in der Nähe des Passeio Público, zwischen den Strassen Rua Barão do Serro Azul und Rua Riachuelo, am Anfang der Estrutural Norte. Der Name bezeichnet das Datum der politischen Unabhängigkeit des Bundesstaates Paraná von São Paulo - am 19. Dezember 1853. Die Statue, O Homem Nu (Der Nackte Mann), von Erbo Stenzel, versinnbildlicht den emanzipierten Bundesstaat Paraná ohne Furcht vor der Zukunft. Die andere Statue, A Mulher Nua (Die Nackte Frau), von Humberto Cozzo, versinnbildlicht die Gerechtigkeit.

Praça Rui Barbosa

Liegt zwischen den Strassen Desembargador Westphalen, 24 de Maio, André de Barros und Pedro Ivo. Der Platz wurde im Lauf seiner Geschichte schon zig-mal umgebaut und neu gestaltet - das letzte Mal im Jahr 1997 - als man auf ihm 558 Boxen ambulanter Händler untergebracht hat, die jetzt den Mercado Popular bilden. Darüber hinaus gibt es dort ein Auditorium mit Platz für 80 Personen und ein Restaurante Popular (volkstümliches Restaurant - für die armen Leute). Neu sind die 20 Terminals der Internet, die jedem Bürger freien Zutritt gewähren. 

Praça 29 de Março

Ist einer der grössten und meist frequentierten Plätze der Stadt. Der Name erinnert an den Gründungstag der Stadt, im Jahr 1693. Auf ihr gibt es ein Relief von Poty Lazzarotto, das die Geschichte Curitibas bis ins Jahr 1970 erzählt. Es behandelt auch die Folklore von Paraná, welche die Beteiligung des Indianers, des lusitanischen Bauern und die der europäischen Einwanderer an der Entwicklung von Paraná hervorhebt. 

Relógio das Flores

Die "Blumenuhr" wurde 1972 eingeweiht - sie hat einen Durchmesser von 6 Metern und ihre Zeiger sind aus Glasfaser-Material. Ihr Uhrwerk wurde auf der Basis eines in Quarz gelagerten Systems konstruiert, das eine minimale Abweichung von höchstens dreissig Sekunden pro Jahr garantiert.
(Auf dem Praça Garibaldi, im Setor Histórico). 

Rua 24 Horas

Diese bekannte und beliebte Strasse, in der alle Geschäfte rund um die Uhr geöffnet sind, ist vollkommen von transparentem Glas überdacht, das von Metallbögen getragen wird - 116 Meter insgesamt lang. Hier kann man ausserhalb der üblichen Geschäftszeiten fast alles bekommen - auch ein paar Supermärkte gehören zum Angebot. (Zugang über die Strassen Rua Cândido Lópes, Rua Carlos de Carvalho, Rua Visconde de Nácar). 

Estação Plaza Show

Das erste integrierte Freizeit-Zentrum Brasiliens, mit den Attraktionen: Vergnügen, Unterhaltung und Gastronomie - es bietet täglich die unterschiedlichsten Attraktionen auf der Bühne vor der Praça de Alimentação (Platz der Ernährung), auf dem "Platz des Disk-Jockeys" und in den "Strassen" des Freizeit-Zentrums. Der "Platz der Ernährung" hat 490 Restaurants und Bars, und die bieten alles, was es auf dem Gebiet an brasilianischen, japanischen, chinesischen und italienischen Leckereien gibt - an Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten oder Fast Food. Die Architektur des Freizeit-Zentrums kontrastiert seltsam mit den historischen Remineszensen der Eisenbahn von Paraná, deren Bahnhofsplattform 130 Ständen einerseits als Verkaufsbühne dient und zum andern das Eisenbahn-Museum beherbergt - mit dem bedeutendsten Ausstellungsstück, einer Lokomotive aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und einem Waggon, in dem der ehemalige Präsident Getúlio Vargas genächtigt haben soll.
(Avenida Sete de Setembro, 2775).   

Santa Felicidade

Die ersten italienischen Emigranten installierten sich in Kolonien an der Küste - aber diese Kolonien entwickelten sich nicht, also siedelten sie in der Umgebung von Curitiba. Im Jahr 1878 entstand die Kolonie Santa Felicidade, deren Name sich von einer gewissen Dona Felicidade Borges ableitet, die den italienischen Emigranten ein Stück Land zur Verfügung stellte und nur zur Bedingung machte, das die Kolonie dann ihren Namen tragen sollte. Dieser Bedingung wurde nur zu gerne entsprochen, und ob es nun aus tiefen religiösen Motiven geschah oder ebenso tiefer Dankbarkeit - jedenfalls stellte man dem Namen der Spenderin noch den Zusatz "Santa" (Heilige) vor und nannte die Kolonie Santa Felicidade. Die Italiener befassten sich mit dem Gartenbau, der Pflanzung von Mate, der Produktion von Wein und Käse, sowie dem Flechten von Korbwaren.

Die Kirche Igreja Matriz de São José war eine der ersten bedeutenden Gebäude der Kolonie, mit ihrer Fassade aus romanischen, klassischen Elementen und dem eleganten Glockenturm, vom Hauptgebäude getrennt, nach bester italienischer Tradition. Fast vor der Kirche befindet sich der Friedhof mit seinem Pantheon aus 18 Kapellen in neo-klassischem Stil, eingeweiht 1886 und unter Denkmalschutz gestellt (1977). 

Entlang der Via Veneto und der Avenida Emílio Ribas stehen einige Gebäude der populären Architektur, wie zum Beispiel das Casa dos Gerâneos von 1891, gebaut von Nicolau Boscardim, das Casa dos Painéis, aus dem vergangenen Jahrhundert - mit Gemälden von Landschaften an der Vorderfront, das Casa das Arcadas, gebaut von Marco Mosselini vor zirka 100 Jahren, mit Bogenportalen, und das Casa Culpi von 1897. 

Allerdings die grösste Attraktion des Stadtteils Santa Felicidade heute, ist sein Ruf als erstes Zentrum der Gastronomie in Curitiba! Eine grosse Zahl typisch italienischer Restaurants bietet hier, ausser den exzellenten hausgekelterten Weinen, die ganze Palette italienischer Menus an. Und um einen Gang durch Santa Felicidade abzurunden, gibt es Weinproben und kleine Weinstuben, Souvenir-Geschäfte und solche mit Flechtarbeiten oder Möbeln aus Flechtmaterial. Ein suggestives Portal steht am Eingang zu diesem originellen Stadtteil. 

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