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Der Bundesstaat Santa Catarina

 

Lage

Santa Catarina liegt im Süden Brasiliens und ist von den größeren Städten der wirtschaftlich besser entwickelten südlichen und südöstlichen Regionen des Landes leicht zu erreichen. Darüber hinaus besitzt es innerhalb des Mercosur eine strategisch günstige Lage.

Der Bundesstaat besitzt im Westen eine Grenze zu Argentinien. Die Hauptstadt Florianópolis ist 1850km von Buenos Aires entfernt, 705km von São Paulo, 1144 von Rio de Janeiro und 1673 von Brasilia. Geographisch liegt sie zwischen den Breitengraden 25°57'41'' und 29°23'55'' südlicher Breite und den Meridianen 48°19'37'' und 53°50'00'' westlicher Länge.

 

Landschaftliche Reichtümer

Santa Catarina ist von der Natur gesegnet. Hier findet man vielfältige Klimaformen und Landschaften vor, was die unterschiedlichsten landwirtschaftlichen und touristischen Aktivitäten begünstigt.

Entlang der an Buchten reichen Küste voller Dünen, Lagunen und kleinen vorgelagerten Inseln gibt es einige der schönsten Strände Brasiliens - insgesamt mehr als 500. In wenigen Autostunden erreicht man die Bergregionen, wo es im Winter kalt wird und schneit. Im Westen wird die Landschaft von weiten Ebenen beherrscht, im Norden von Wäldern, im Süden von atemberaubenden Canyons mit subtropischer Vegetation.

Die Umwelt wird durch Naturschutzgebiete und Programme geschützt, in denen die Regierung des Bundesstaates, internationale Finanzgeber und die Gesellschaft zum Schutz der biologischen Artenvielfalt zusammenwirken. Der Umfang des Atlantischen Regenwaldes im Bundesstaat ist im Verhältnis zu seiner ursprünglichen Größe fünfmal so hoch wir im Landesdurchschnitt. In 82% der Städte und Gemeinden wird der Abfall in angemessener Weise deponiert und verwertet.

 

Hervorragende Infrastruktur

Alle Regionen Santa Catarinas sind durch ein Netz gut unterhaltener asphaltierter Überlandstraßen miteinander verbunden. An der Küste gibt es drei moderne Häfen (Itajaí, São Fransisco do Sul, Imbituba), von denen aus die Produkte Santa Catarinas an ihre Käufer ausgeliefert werden.

Die Hauptstadt Florianópolis besitzt einen internationalen Flughafen und ein Netz hervorragender Hotels. Es ist möglich, alle wichtigen städtischen Regionen mit dem Flugzeug zu erreichen. Es existieren in Santa Catarina 93 Standorte, um Veranstaltungen durchzuführen, darunter große Messehallen in den wichtigsten Städten.

Das konventionelle und mobile Telefonnetz erstreckt sich praktisch über den gesamten Staat. Seit der Öffnung des Sektors für private Investoren 1998 wächst es schnell, dank des internen Wettbewerbs unter den Telekommunikationsunternehmen. Zugang zum Internet ist einfach und jederzeit möglich.

Praktisch der gesamte Bundesstaat erhält elektrische Energie. Eine wichtige zusätzliche Energiequelle stellt das Erdgas dar, das über eine Erdgasleitung direkt aus Bolivien importiert wird.

 

Lebensqualität

Santa Catarina ist einer der Bundesstaaten Brasiliens, wo man besser und länger lebt. Der Entwicklungsindex HDI beträgt 0,0806, kann damit als hoch bewertet werden und bringt den Bundesstaat national auf den vierten Platz. Die Einwohner Santa Catarinas haben die zweithöchste Lebenserwartung des Landes: 71,34 Jahre.

Von den 573 Städten und Gemeinden Brasiliens, deren Entwicklungsindex als hoch bewertet wird, liegen 123 und damit ein Fünftel in Santa Catarina. Florianópolis wird unter den Hauptstädten als diejenige mit der höchsten Lebensqualität angesehen und gilt nach den UNO Kriterien unter allen Städten als die zum Leben viertbeste.

Die mittlere Kindersterblichkeit Brasiliens - die Zahl von gestorbenen Kindern unter einem Jahr pro 1000 Geburten - beträgt 31,8. Die Kinder in Santa Catarina befinden sich in einer besseren Situation. Der Durchschnitt Santa Catarinas ist 16,4.

Die Analphabetismusrate ist die zweitniedrigste des Landes und ist halb so hoch wie der brasilianische Durchschnitt. Die Gemeinde São João do Oeste ist mit 99,2% alphabetisierter Einwohner seit zehn Jahren national führend Pomerode nimmt mit 98,2% den dritten Platz ein.

Ungefähr 1,6 Millionen Einwohner Santa Catarinas, ein Drittel der Gesamtbevölkerung, besuchen die Schule - 155 Tausend sind Studenten und 24 Tausend besuchen einen Aufbau-, Master- oder Promotionsstudiengang. Es gibt 15 öffentliche Hochschulen, die untereinander durch ein Glasfaserkabelnetz verbunden sind, und 48 private Hochschulen.

Die Lebensunterhaltungskosten sind niedriger als in anderen Bundesstaaten, die Schulen sind gut und die Pro-Kopf-Kaufkraft der Einwohner Santa Catarinas ist eine der höchsten des Landes.

Santa Catarina ist sicher. Die Mordrate pro hunderttausend Einwohner beträgt 4,67 und ist damit deutlich niedriger als der brasilianische Durchschnitt von 23,52. Florianópolis besitzt nach einer Erhebung des nationalen Gremiums für öffentliche Sicherheit unter allen Bundeshauptstädten die zweitniedrigste Todesrate durch Gewalteinwirkung.

 

Kulturelle Vielfalt

Santa Catarinas Kulturleben spiegelt die Vielfalt der hier lebenden Volksgruppen wider. Volkstümliche Vereine halten das Erbe der Einwanderer wach, das auch im Kunsthandwerk, der Sprache, der Gastronomie und in den typischen traditionellen Festen gegenwärtig ist, die mehr als eine Million Touristen pro Jahr anziehen, insbesondere das zweitgrößte Bierfest der Welt, das Oktoberfest in Blumenau.

Die Künstler Santa Catarinas können für die Produktion und den Vertrieb ihrer Produktionen über das Gesetz zur Förderung der Kultur finanzielle Zuschüsse erhalten. Firmen, die als Kulturförderer tätig werden, können Steuererleichterungen gewährt werden, wodurch ungefähr sechs Millionen Reais pro Jahr in diesem Bereich investiert werden. Diese Förderungsmaßnahmen haben international anerkannte Talente hervorgebracht.

Innerhalb des Tanzmetiers besitzt Santa Catarina internationalen Bekanntheitsgrad. In Joinville befindet sich die Ballettschule des Bolshoi Theaters, die erste und einzige Filiale dieser weltweit renommierten Ausbildungsstätte. Unter Anleitung russischer Tanzmeister erhalten circa 300 Schüler eine professionelle Ausbildung. 85% der Ausbildungsplätze stehen Stipendiaten zur Verfügungen, in ihrer Mehrheit aus sozial schwachen Familien.